Rachid El Morabity: Interview mit dem MDS Champion

Der mehrfache Gewinner des Marathon des Sables, Rachid El Morabity, hat mit uns über dieses legendäre Rennen in Marokko gesprochen.  

Der MDS, wie das Rennen oft abgekürzt wird, findet seit 1986 jedes Jahr in der marokkanischen Sahara statt. Es dauert sieben Tage und besteht aus sechs Etappen, darunter eine besonders lange Strecke von etwa 80 Kilometern. Neben der körperlichen Herausforderung müssen die Teilnehmer auch die extrem hohen Temperaturen in der Wüste aushalten. Zudem sind sie komplett auf sich allein gestellt, was bedeutet, dass sie ihre gesamte Verpflegung für die gesamte Woche selbst im Rucksack mitführen müssen.  

Wir haben Rachid El Morabity, eine der bekanntesten Persönlichkeiten dieses Rennens, getroffen. Der Marokkaner, der lange als Botschafter für Lyophilise & Co tätig war, gibt uns spannende Einblicke und teilt seine besten Tipps für den Marathon des Sables.

Du hast den Marathon des Sables in Marokko mehrfach gewonnen. Wie hat diese Leidenschaft bei dir begonnen?

Rachid El Morabity: Ich bin in Zagora aufgewachsen und als Kind bin ich oft in den Dünen gelaufen. Der Wüstenleben war immer Teil meines Alltags, was mich an die Hitze gewöhnt hat. Sport hat mir schon immer gefallen. Schon früh habe ich Fußball gespielt, vor allem war ich schnell. Als ich in die weiterführende Schule kam, traf ich einen Leichtathletiklehrer, der schnell erkannte, dass ich großes Potenzial im Laufen hatte, dass ich in diesem Bereich hervorragend sein könnte und vielleicht später ein Champion werden würde. Ich habe dann viele Schulwettkämpfe gewonnen und später an Sportveranstaltungen in meinem Heimatdorf, Zagora, im Marokko teilgenommen. So begann meine Leidenschaft.

Erzähle uns von der physischen Vorbereitung, die für eine solche Leistung erforderlich ist.

Zuerst setze ich mir Ziele, und je nach diesen Zielen gestalte ich meine physische Vorbereitung: Krafttraining, Ausdauer, Intervalltraining, Radfahren und Schwimmen. Für den Marathon des Sables ist die Vorbereitung sehr anspruchsvoll. Man braucht eine gute körperliche Verfassung und ein strenges Training. Ich lasse mich osteopathisch behandeln und massieren. Ich beginne etwa fünf Monate vor dem Ereignis mit dem Training: Ich mache Krafttraining, trainiere auf Dünen, auf Steinen und in den Bergen, um auf alle Arten von Gelände vorbereitet zu sein. Ich kann bis zu 3 Stunden trainieren, oft zweimal am Tag, morgens und abends. Das Ziel ist es, das Training zu variieren, um sich auf das Laufen auf verschiedenen Bodenarten vorzubereiten.

Wie wird man ein guter Trailläufer?

Um ein guter Trailläufer zu werden, braucht man einen starken Willen und eine gute Strategie. Man muss sich an verschiedene Bedingungen anpassen können: an das Wetter, das Tempo, das Terrain und immer in der Lage sein, seine ursprünglichen Ziele zu erreichen. Man muss immer an sich selbst glauben.

Welche psychologischen Eigenschaften sind entscheidend, um sich auf die Herausforderung wie den Marathon des Sables zu einzulassen?

Man muss sich sowohl körperlich als auch mental vorbereiten. Für mich macht die mentale Vorbereitung etwa 30 % der gesamten Vorbereitung und damit des Sieges aus. Ich behalte immer im Kopf, dass ich gewinnen muss – sowohl beim Start, während des Trainings als auch am Ziel. Man könnte sagen, dass ich das Ziel und meinen Sieg visualisiere.

Was sind die vier wichtigsten Punkte für einen Anfänger, der im Wüstensand läuft?

Sich an die Hitze anpassen, die Ernährung managen, die richtige Lauftechnik für die Dünen lernen und die richtigen Supplements zu sich nehmen. 

Was war das Rennen, bei dem du am meisten gelernt hast, und warum?

Der Oman-Marathon, der Marathon des Sables und die OCC. Es sind echte Herausforderungen, die zu den härtesten der Welt gehören. Sie sind ein guter Test für Trailläufer. Diese Rennen sind schwer zu managen, sowohl in Bezug auf die Konkurrenz, die Ernährung, die klimatischen Bedingungen als auch auf das Höhenprofil.

Du bist zweifellos ein Vorbild für die junge Sportgeneration in Marokko. Hast du selbst ein Vorbild?

Ich bewundere meinen Freund Lahcen Ahansal. Er hat den Marathon des Sables 10 Mal gewonnen, das ist eine echte Leistung und ein Vorbild, dem man folgen kann.

Was isst du bei langen Rennen?

Ich kann auf gefriergetrocknete Mahlzeiten, Riegel und Trockenfrüchte bei Rennen nicht verzichten.

Welches gefriergetrocknete Gericht nimmst du am liebsten mit in die Wüste?

Ich mag die Mahlzeiten von Lyophilise & Co, weil sie ausgewogen sind. Am meisten bevorzuge ich den Fisch mit Kartoffeln und die getrockneten Fleischpakete. Auch die Reisgerichte finde ich perfekt!

Und wie sieht deine Ernährung zur Erholung aus?

Mein Sponsor Lyophilise & Co bietet großartige energetische Getränke zur Regeneration an.

Welche Ausrüstung nimmst du für die Zubereitung deiner Mahlzeiten mit?

Alles muss leicht bleiben: Also ein Messer, ein Löffel und ein Topf. Ich sammle Holzstücke, mache ein Feuer und erwärme direkt meinen Topf darüber.

Wie schaffst du es, alles in deinem Rucksack einzupacken? Hast du Tipps?

Es ist eine Frage des Gleichgewichts. Mit der Zeit und Erfahrung wird es für mich ganz selbstverständlich. Mein Rucksack wiegt 405 Gramm, und um alles unterzubringen, ändere ich zum Beispiel die Verpackungen. Ich packe alles in kleinere, sehr leichte Beutel, was mir hilft, Platz und Gewicht zu sparen.

Was sind deine nächsten Ziele? (Anmerkung: Das Interview wurde 2021 geführt)

Mein Ziel ist es, den Marathon des Sables zum zehnten Mal zu gewinnen, um mit meinem Freund Lahcen Ahansal gleichzuziehen.

Was ist dein schönster Moment beim Marathon des Sables?

Der beste Moment für mich war 2011. Freunde von mir nahmen teil und ich sollte eigentlich nicht teilnehmen, aber ihnen fehlte ein Mitglied. Sie riefen mich in letzter Minute an, ich schloss mich ihnen an und gewann! Es war so unerwartet. Ein solch überraschender Sieg bleibt wirklich unvergesslich.

Dein Bruder Mohamed ist auch ein großartiger Läufer. Ist er für dich ein Gegner, wenn ihr zusammen lauft?

Er ist mein größter Gegner. Als älterer Bruder möchte ich nicht, dass er mich überholt.

Kannst du uns etwas über euch erzählen, das nicht so bekannt ist?

Wir lieben es unsere Leidenschaft mit Leuten die wir kennen zu teilen, aber auch mit der Welt- wie hier in diesem Interview. Das Laufen ist für uns ein Lifestyle.

Und zum Schluss, was machst du, wenn du nicht läufst?

Ich nutze meine Freizeit, um Zeit mit meiner Familie zu verbringen.

Tu as remporté de nombreuses fois le Marathon des Sables du Maroc. Comment cette passion a t-elle débuté ?

Rachid El Morabity : Ayant vécu à Zagora, petit je courrais dans les dunes. J’ai toujours connu le désert ce qui m’a habitué à la chaleur. J’ai toujours aimé le sport. J’ai joué très jeune au football, j’étais particulièrement fort en vitesse. Quand je suis entré au collège, j’ai rencontré un professeur d’athlétisme qui a rapidement identifié que j’avais de grandes capacités dans le domaine de la course à pied, que je pourrais exceller dans ce domaine et pourquoi pas devenir plus tard un champion. J’ai donc gagné de nombreuses compétitions scolaires, puis plus tard des manifestations sportives de mon village, Zagora, au Maroc… C’est ainsi que ma passion est née.

Parle-nous de la préparation physique nécessaire à un tel accomplissement.

En premier, je me fixe des objectifs, et en fonction je fais ma préparation physique : musculation, endurance, fractionné, vélo, et natation. Pour le marathon des sables, la préparation est sérieuse et difficile. Il faut un bon physique et un entrainement rigoureux. Je suis suivi en ostéopathie et massage. Je commence environ 5 mois avant l’évènement : je fais de la musculation, de l’entrainement sur les dunes, sur les cailloux, en montagne, pour être prêt sur tous les types de terrain. Je peux m’entrainer pendant 3 heures, souvent 2 fois par jour... matin et soir. Le but c’est de diversifier l’entrainement pour se préparer à courir sur différents types de sols.

Comment on devient un bon traileur ?

Pour être un bon traileur, il faut avoir un bon mental, de la stratégie. Il faut s’adapter aux différentes conditions : climatiques, rythmes, terrains, et toujours arriver à ses objectifs de départ. Toujours croire en soi.

Quelles sont les qualités psychologiques essentielles pour arriver à terminer - et ultimement gagner - une épreuve telle que le Marathon des Sables ?

Il faut préparer le physique, mais également le mental. Pour moi, la préparation mentale compte pour environ 30% de la préparation totale et donc de la victoire. Je garde toujours en tête, au départ, pendant l’entrainement et à l’arrivée, qu’il faut gagner. On peut dire que je visualise l’arrivée et ma victoire.

Quels sont les quatre points plus importants pour un coureur au désert qui commence ? 

S’adapter à la chaleur, gérer son alimentation, prendre de la technique de course pour les dunes et s’habituer à boire des sels minéraux.

Quelle a été ton expérience en courant durant laquelle tu as le plus appris ? Et pourquoi ?

Oman marathon, marathon des sables et l’OCC. Ce sont de vraies épreuves qui sont les plus dures au monde. C’est un bon test pour les traileurs. Ce sont des courses dures à gérer au niveau des concurrents, de l’alimentation, des conditions climatiques, et des dénivelés.

Tu es sans aucun doute un modèle à suivre pour la jeunesse sportive marocaine. As-tu un modèle toi-même ?

Je suis admiratif de mon ami Lahcen Ahansal*. Il a gagné le Marathon des Sables 10 fois, c’est un exploit, un modèle à suivre.

*Lahcen Ahansal est un coureur de fond marocain, il est considéré comme le spécialiste du MDS (victoire en 1997, 1999-2007)

Quelle est ton alimentation en courses longues ?

Je prends des repas lyophilisés, des barres et des fruits secs.

Quel repas lyophilisé préféres-tu emporter dans le Désert ?

J’aime bien les repas de Lyophilise & Co, je les trouve équilibrés. Ce que je préfère, ce sont le poisson aux pommes de terre et les paquets de viandes séchées. Et les plats à base de riz … je les trouve parfait !

Et sur la récupération, quelle est ton alimentation ?

Mon sponsor lyophilise and co a de superbes bonnes boissons énergétiques pour la récupération.

Quel équipement emmene-tu pour la préparation de tes repas ?

Le tout doit rester léger : donc un couteau, une cuillère et une gamelle. Je ramasse des bouts de bois, on fait un feu, et j’y fais chauffer directement ma gamelle.

Comment arrives-tu à tout mettre dans ton sac ? As-tu des astuces ?

C’est un jeu d’équilibre. Avec le temps et l’expérience, cela devient évident pour moi. J’ai un sac de 405 grammes, et pour que tout rentre, je change les emballages, par exemple. Je replace tout dans de plus petits sacs très légers, cela me permet de gagner de la place et de la légèreté.

Quels sont tes objectifs pour la prochaine édition ? (ndlr : l'interview a été réalisée en 2021)

C’est de gagner le Marathon des Sables pour la 10 fois pour égaler mon ami Lahcen Ahansal.

Quel est ton meilleur souvenir des dernières éditions du Marathon des Sables ?

Le meilleur souvenir, pour moi, c’est l’édition 2011. Des amis ont constitué une équipe, je ne devais pas y participer, mais il leur manquait un équipier. Ils m’ont appelé à la dernière minute, je les ai rejoint et j’ai gagné! C’était tellement inattendu. Une victoire surprise comme cela, c’est vraiment mémorable.

Ton frère Mohamed est aussi un grand coureur. Est-ce qu’il est pour toi un adversaire quand vous courez ?

C’est mon plus grand adversaire, étant l’aîné, je ne veux pas qu’il me dépasse.

Peux-tu nous raconter quelque chose sur vous pas trop connue ?

J’aime transmettre aux gens ma passion du sport, pour qu’ils l’incluent dans leur quotidien pour leur bien-être.

Et pour finir, que fais-tu quand tu ne cours pas ?

Je profite de mon temps libre pour passer du temps avec ma famille.

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